Silvester in Köln: Schutz oder Show?

Also nochmal langsam. Verstehe ich das richtig?

Die Polizei in Köln hat, um Straftaten bei den Silvesterfeiern zu erschweren, eine hohe Personalstärke aufgeboten? Sie hat die vielen Beamten aber keineswegs dort eingesetzt, wo die Straftaten befürchtet wurden, nämlich direkt am Hauptbahnhof, auf dem Platz verteilr, so dass jeder belästigte, bedrohte oder bestohlene Mensch immer einen Beamten in unmittelbarer Nähe gehabt hätte, an den er sich hätte wenden können? Statt dessen hat sie das Gebiet abgesperrt und einfach allen dunkelhäutigen Männern den Zutritt verwehrt?

Und wird dafür auch noch beklatscht?

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2 Gedanken zu „Silvester in Köln: Schutz oder Show?

  1. Sie (die Polizei) wird ja eher angefeindet als beklatscht.

    Auch wenn die Straftaten zu Silvester dramatisch zurückgingen (454:2 sexuelle Übergriffe), werden jetzt vor allem vermeintlich rassistische Maßnahmen angeprangert.

    Warum größere, teils geschlossene, nordafrikanische Menschengruppen wie schon 2015 auf den Domplatz drängten (bzw. drängen wollten), wird dabei überhaupt nicht hinterfragt. Auch das teilweise aggressive Verhalten der Anreisenden interessiert diverse Kritiker nicht die Bohne.
    Nazi-Glatzen o. andere problematische Gemeinschaften hätte man auch erst mal nach Ansicht sortiert u. nicht erst nach genauer erkennungsdienstlicher Erfassung.

    Dann der angeklagende Twitter-Nafri-Singsang, der in andere „soziale“ Netze schwappte u. für allgemeines Entzücken der Empörten sorgte. Es ist ein polizeiinterner Begriff, von denen es 100e gibt. Unpassend war dabei natürlich die öffentliche Verallgemeinerung der jeweiligen Personengruppe, aber hierfür wurde sich später ausdrücklich entschuldigt.

    • Hallo Klaas, Danke für Deine Nachricht!

      Du schreibst „Auch wenn die Straftaten zu Silvester dramatisch zurückgingen (454:2 sexuelle Übergriffe), werden jetzt vor allem vermeintlich rassistische Maßnahmen angeprangert.“

      Dass Rassismus keine Maßnahme sein kann, erst recht nicht von einer staatlichen Institution, da werden wir vermutlich übereinstimmen. Das „auch wenn…“ in Deiner Aussage irritiert an dieser Stelle etwas, es könnte so verstanden werden, als ob der Zweck die Mittel heiligen würde, also auch Rassismus. Ich vermute aber nicht, dass Du das damit aussagen möchtest.

      Es stellt sich die Frage, ob besagter Rückgang ein Verdienst der Polizei ist. Da die Sexualstraftaten letzten Silvesters hohe Wellen geschlagen haben und auch zu vielen Anzeigen geführt haben, steht eher zu vermuten, dass potenzielle Täter vorsichtiger geworden sind.

      Weiter argumentierst Du „Warum größere, teils geschlossene, nordafrikanische Menschengruppen wie schon 2015 auf den Domplatz drängten (bzw. drängen wollten), wird dabei überhaupt nicht hinterfragt. Auch das teilweise aggressive Verhalten der Anreisenden interessiert diverse Kritiker nicht die Bohne.“

      Es gibt auch Berichte, wonach genau das nicht der Fall gewesen sein soll. Wir, Stefan und Maria, waren nicht vor Ort und können es weder bestätigen, noch dementieren. Auf jeden Fall soll es laut Zeugen und Betroffenen diesmal so gewesen sein, dass einfach jeder nichtblonde nichthellhäutige Mann im Bahnhof aufgefordert wurde, sich an einem gesonderten Ausgang einzufinden mit der Begründung, dort durchsucht zu werden. Also nicht etwa Gruppen irgendwie aussehender Menschen, sondern jeder Einzelne, der nicht ins Hellhaut- und Blondschema passte. Welcher Nation er angehörte, war egal. Dort angekommen sei aber keiner durchsucht worden. Man sei einfach davon abgehalten worden, die Domplatte zu betreten. Das Ganze wohl begleitet von Häme und teils auch aggressivem Verhalten der Polizei wie Schubsen, Handy-aus-der-Hand-Schlagen, Freunde-nicht-zueinander-Lassen. Auch abfällige bis rassistische Sprüche seien gefallen.

      Einer der mitbetroffenen Deutschen, der auch gerne vor dem Dom angestoßen hätte, und einen Teil der Szenerie gefilmt hat, berichtet, dass kurz nach Mitternacht dann eine Polizistin sagte „Jetzt können wir die frei lassen.“. Sie konnten dann gehen. Wenn es doch um Gefahrenabwehr gegangen wäre, wieso wäre die Gefahr in diesem Moment nicht mehr gegeben?

      Uns ist zudem unerklärlich, wie die Polizei ihre verstärkten Einsatzkräfte außerhalb des Bereiches kumuliert, in dem potenziell Taten unter dem Schutz der Masse begangen werden können, statt dort ihre Einsatzkräfte zu verteilen, wo sich Bürger in Not an sie wenden können.

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